Biographie

Giuseppe Monteleone

Gerocarne – Italien

Als leidenschaftlicher Fotograf begann er sein fotografisches Abenteuer Ende der 80er Jahre mit einer Zenith und zahlreichen Zeitschriften und Handbüchern aus diesem Bereich. Durch die Universität und die geringe verfügbare Zeit kommt er nicht mehr mit seiner Leidenschaft zurecht, bis sich die Gelegenheit bietet, wieder mit dem Fotografieren zu beginnen und vor allem die Technik organisierter zu studieren. Beginnen Sie mit den Online-Kursen von Marco Scataglini und folgen Sie Luciano Perbellini, Michael Bertolasi und Francesco Francia. Er hat an mehreren nationalen und internationalen Ausstellungen teilgenommen und Auszeichnungen erhalten, aber vor allem hat er zusammen mit seinen Freunden Francesca Papaianni und Giuseppe Esposito ein fotografisches Projekt geschaffen, bei dem der Mensch und seine Entwicklung im Mittelpunkt stehen. Die Zusammenarbeit mit „Crescendo“ gab ihm die Möglichkeit, ein Fotobuch zu gestalten.

Das Projekt

Vergängliche Erinnerungen

Die Erinnerung an meine Herkunft, die Geschichte, die mich zu dem Mann gemacht hat, der ich heute bin, ist seit langem meine Obsession. Jeden Tag beobachte und stelle ich fest, dass meine Geschichte und die meines Volkes langsam verblasst, immer undeutlicher und verblasster wird. Ich fürchte, dass sich Jahrhunderte alte Geschichte und Traditionen in wenigen Jahren in eine folkloristische Maske verwandeln könnten und nichts weiter. In diesem Zusammenhang bin ich mir bewusst, dass ich den Prozess nicht aufhalten kann. Daher versuche ich, das, was übrig bleibt, einzufrieren, in der Hoffnung, unsere Essenz weitergeben zu können. – Die Weitergabe von Teilen der Geschichte, „nicht mehr genutzter“ Realitäten, die aber glücklicherweise immer mit Menschen, Fakten und Ereignissen verknüpft sind, die „Geschichte“ ausmachen. Das Konkrete und Vitale. Sie haben sich entschieden, den Überblick zu behalten! – (zit. Nicola L). So begann ich meine Forschungen im Bereich der alten Handwerkskünste. Ich ging hinunter zu den Menschen, die noch immer „Körbe“ aus Ruten und Rohr bauen, zu den Menschen, die mit zitternden Händen Fischernetze reparieren. Zu denen, die barfuß das Rad einer Drehbank anschieben. Menschen, die keine Kinder haben, denen sie ihre Geschichte anvertrauen können. Dieses Spin-off stellt nur einen kleinen Teil des Projekts dar, dessen roter Faden die Vergänglichkeit ist. Vergänglichkeit der Erinnerung, Vergänglichkeit von Fakten oder Menschen. Die Vergänglichkeit wird von den Protagonisten bewusst und aufmerksam erfahren. Ich habe lange mit ihnen gesprochen und jeder von ihnen wollte, dass ich ein Teil der Erinnerungen seines Lebens werde. Ein Leben, das oft von Leid und Opfern geprägt war, aber immer mit Würde gelebt und erzählt wurde. Diesen Menschen und ihrer Würde widme ich meine Arbeit.

Weitere Fotos von
Giuseppe Monteleone

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Visio Mentis – 15.-22. März 2025

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